Lustige Kringel aus den Stängeln des Löwenzahns - so geht's:
Du brauchst: ein kleines (Kräuter-)Messer, ein Glas Wasser. Optional: Zucker.
So geht’s:
1. Pflücke eine Löwenzahnblüte. Achte dabei darauf, dass du den Stängel möglichst weit unten abschneidest, so dass er schön lang ist.
2. Schneide den Stängel nun ein paarmal der Länge nach von unten oben ein.
3. Tauche den Stängel ins Wasser.
4. Bald kringeln sich die Stängel-Streifen wie Locken nach oben.
Noch ein Tipp: Die Kringel bleiben erhalten, wenn du den Stängel aus dem Wasser nimmst. Man kann sie aber wieder glätten, indem man das Wasser stark zuckert und den Stängel erneut hineintaucht.
Was geschieht denn da im Löwenzahn-Stängel?
Grund für die Entstehung der Kringel ist die sogenannte Osmose: Der Saft der Pflanzenzellen enthält viele gelöste Stoffe, vor allem Zuckermoleküle, die sich gern mit möglichst vielen Wasserteilchen umgeben. Werden die Pflanzenstücke untergetaucht, „saugen“ diese Inhaltsstoffe sozusagen zusätzliches Wasser durch die durchlässige Zellwand nach innen und halten es dort fest. Dadurch erhöht sich im Inneren der Zellen der osmotische Druck (=Turgor), und die Zellen quellen auf. Da aber die Außenhaut des Löwenzahnstängels relativ dickwandig und steif ist, dehnen sich nur die inneren Zellen aus, und die Stängelstreifen kringeln sich. Wenn man nun das umgebende Wasser stark zuckert, sind irgendwann die Zuckermoleküle außerhalb der Zellen in der Überzahl und ziehen das in die Zellen eingedrungene Wasser wieder heraus.