Kinder, was spielen wir heut?

Spieltipps für Draussen

Kinder, was machen wir heut? Ein Spaziergang klingt großartig ... für die Eltern. Die Kinder würden aber vielleicht lieber auf den Spielplatz gehen. Wir haben ein paar Spielideen zusammengetragen, wie das vielleicht doch was werden könnte für alle in der Familie: Gemeinsam draussen bewegen und Freude an der Natur mit heim bringen.


Eichhörnchen spielen

Also, ihr seid draußen im Wald oder Park und jetzt stellt euch vor, ihr seid Eichhörnchen. 

Eichhörnchen beim Futtern
Eichhörnchen mit Walnuss
Trinkendes Eichhörnchen

So geht's:

Guckt euch um und sammelt ein, was ihr als Eichhörnchen gerne fresst. Wisst ihr was das ist? Genau! Kastanien, Eicheln, Haselnüsse, Walnüsse, Ahornsamen, Fichtensamen, Kiefernzapfen … Zählt eure Fundstücke und merkt euch die Zahl. Dann versteckt ihr die Baumfrüchte im Wald – im Laub, unter den Bäumen, in der Erde, unter Steinchen.

Wenn ihr damit fertig seid, dreht euch alle zusammen (mit genügend Abstand) ein paarmal im Kreis. Natürlich mit geschlossenen Augen. Dann macht euch daran, eure versteckten Waldfrüchte wiederzufinden. Zählt nach: Habt ihr alle gefunden? Wenn nicht ist das auch nicht schlimm. Vielleicht wächst dort nächstes Jahr ein Bäumchen.

Alles über Eichhörnchen in Bayern, wie du sie erforschen und wie du ihnen helfen kannst, findest du hier.

Mehr über Eichhörnchen in Bayern erfahren

Welcher Baum ist deiner?

Kind ertastet Baum mit verbundenen Augen

So geht's:

Du lässt dir die Augen verbinden. Es ist wichtig, dass du wirklich nichts sehen kannst. Jetzt lässt du dich ein paar Mal um deine Achse drehen und zu einem Baum führen, den dein Gegenüber inzwischen ausgewählt hat. Du untersuchst den Baum sorgfältig. Fahre alle deine Sinne aus: Wie fühlt sich die Rinde an? Wie dick ist der Stamm? Hat er eine Neigung? Wie ist die Erde rundherum? Wenn du genug Eindrücke gesammelt hast, gib der anderen Person Bescheid. Sie führt dich jetzt ein Stück weg und dreht dich wieder ein paar Mal im Kreis. Dann nimmst du das Tuch/die Augenbinde ab und guckst dich um. Welcher ist dein Baum? Kannst du ihn nun mit den Augen wieder erkennen?

Jetzt werden die Rollen getauscht.

Finde etwas ...

Blätter, Früchte und andere interessante Dinge entdecken und sammeln

Finde etwas, das duftet. Finde ein Stück Rinde mit Moos, finde eine Flechte, finde ganz kleine Samen und einen ganz großen, finde drei verschiedene Beeren, finde etwas, das Eichhörnchen gern fressen, finde fünf verschiedene Blätter, finde eine Feder, finde einen spitzen Stein...

Solange ihr Lust habt, gehen euch die Aufgaben nicht aus – egal welche Jahreszeit gerade ist. Vieles könnt ihr mit nach Hause nehmen und da noch einmal schauen, wer was gefunden hat.
Lässt sich super während eines „langweiligen“ Spaziergangs spielen.


Wandernde Laubhaufen oder die wilde Laubschlacht

Ihr müsst Euch mal so richtig auspowern? Dann ist dieses Spiel genau das Richtige.
Achtet dabei auf Tierchen im Laub!

Lachende ausgelassene Kinder im Herbst

So geht's:

Teilt eure Gruppe in zwei Teams. Jedes Team bekommt eine gleich große „Laubbasis“ – einen kleinen Haufen aus frischem, bereits gefallenem Laub. Die Laubhaufen haben einige Meter Abstand zueinander. Auf die Plätze, fertig los! Beide Teams versuchen, möglichst viel Laub vom eigenen Haufen auf den Haufen des anderen Teams zu befördern. Das Laub darf dabei nur mit Händen bewegt und das andere Team nicht behindert werden.
Nach zwei Minuten oder wenn alle außer Puste sind: Stopp! Welcher Haufen ist größer? Wer hat das meiste Laub auf die andere Seite geschafft?

 

Nur frisch gefallenes Laub nehmen!

Laubhaufen oder Laub, das schon länger liegt, dient als Unterschlupf für viele kleine Tierchen, wie Spinnen und Insekten. Deshalb nur Laub verwenden, das noch nicht so lange liegt.
Wenn ihr mit dem Spiel fertig seid, könnt ihr euer Laub in eine Ecke vom Garten, auf Beeten unter eine Hecke oder an anderen geschützten Stellen zu Haufen aufschichten. Vielleicht kann es im eigenen Garten auch einfach auf dem Rasen liegenbleiben? Am Boden lebenden Kleintiere wie Würmer, Insekten, Spinnen und Kleinsäuger freuen sich, der Boden wird durch die Deck-Schicht aus Laub vor Austrocknung und vor extremer Kälte geschützt.

Forschungsfrage: "Wer hat da eigentlich mitgemacht?"

Alle suchen gemeinsam fünf verschiedene Blätter vom Schlachtfeld.
Wer findet z. B. Blätter von Eiche, Buche, Ahorn, Birke …? Von welchem Baum sind die Blätter eigentlich heruntergefallen?

Was fehlt hier?

Der Spielverlauf

Markiert mit Stöckchen, Steinen oder sonst etwas eine Fläche. Sammelt verschiedene Dinge aus der Natur um Euch herum: Stöcke, Blätter, Kastanien, Zapfen, Beeren, Steine … und legt sie auf eurer abgesteckten Fläche ab. Alle schauen, was alles auf dem Boden liegt und prägen es sich ein. Dann alle umdrehen. Ein Kind nimmt fünf Dinge weg und versteckt sie hinterm Rücken. Alle drehen sich wieder um.  Wer findet heraus, was fehlt?

Die Waldwichtel sind los

Nach einer langen Winterruhe sind die Waldwichtel von Frühlingswind und Vogelgezwitscher aufgeweckt worden. Baut ihnen aus Naturmaterialien ein Wichteldorf und denkt euch dabei Geschichten aus.
Was erzählen sich die Wichtel? Was wünschen sie sich für ein Zuhause? Wie kochen, wie essen und wie schlafen sie? Welche Wege gehen sie? Wie kommen Sie über den kleinen Bach oder den umgestürzten Baum, um die Wühlmaus zu besuchen? Lauscht euren Ideen und macht euch ans Werk.
Wenn ihr schon mit einem Schnitzmesser umgehen könnt, macht es Spaß, den Wichtelleuten etwas zu schnitzen. Oder ihr lasst euch da von euren Eltern helfen. Macht auf jeden Fall ein Erinnerungsfoto und schickt es gern an uns: familien@bund-naturschutz.de

familie wichtel christine stefan

Hier wohnt Familie Wichtel.

wichtelstrasse andrea badelt

Über Berg und Tal führt die Wichtelstraße.

wichtelgarten hannah petzold

Mit etwas Geduld lässt sich vielleicht beobachten, wie eine Wildbiene den Wichtelgarten besucht.


Farben sammeln

Geht mit offenen Augen spazieren. Auch in der kalten, grauen Jahreszeit gibt es viele Farben in der Natur. Die lassen sich sammeln und daheim als Bild anordnen. Wer möchte, klebt alles auf ein Blatt Papier, Pappe oder ein Brett und hängt das Bild an die Wand.

farben sammeln helge swars

Baumgesichter

Lasst uns den Bäumen im Wald, Garten oder Park Gesichter geben! Ihr könnt auch ein längeres Spiel draus machen: Jeder Baum bekommt einen eigenen Charakter – da steht ein alter Mann oder Zauberer mit Moosbart, hier ein lachender Zwerg oder Troll mit Grashaaren und dort eine Waldfee mit Blütenkrone.

baumgesicht

So geht's

Was ihr dafür braucht? Einfach nur Dinge aus der Natur, die ihr auf eurem Spaziergang findet. Hier sind ein paar Beispiele!
Gräser, Zweige, Blätter, Zapfen, Eicheln, Bucheckern, Federn, Blüten, Moos (nur loses oder bereits am Boden liegendes nehmen, bitte nicht lebendes Moos von Baumstämmen reißen), Samen (z. B. von Disteln, Ahorn …), Farnwedel,  Beeren (nur ansehen, nicht essen!), Rindenstücke (die ihr auf dem Boden findet)

Sucht euch Bäume mit dicker, bereits rissiger Borke zum Dekorieren aus. Die gesammelten Materialien könnt ihr vorsichtig in Astgabeln, Ritzen, Rindenspalten oder locker sitzende Rindenstücke einklemmen, ohne etwas abzubrechen, und so eure Gesichter gestalten. Eurer Fantasie sind (fast) keine Grenzen gesetzt. Blüten werden zu Augen, Blätter zu Ohren, Wangen oder Bärten, Rindenstücke zu Mündern, Farne, Gräser zu wilden Haaren, Beeren zu Nasen oder Knöpfen, Äste zu Augenbrauen oder Hörnern – und so weiter!

Eine coole Alternative:  Als Halterung könnt ihr aus biegsamen Zweigen einen Kranz flechten. Wenn ihr Querverstrebungen einarbeitet, könnt ihr einen stabilen Rahmen bauen, den ihr an einen Ast hängt oder vor den Stamm stellt und darauf das Baumgesicht gestaltet. So bleibt der Baum unberührt. Wenn ihr mögt, könnt ihr das Gesicht am Ende auch mit nach Hause nehmen.

Die menschliche Kamera

Lasst euren Blick lenken und nehmt überraschende Perspektiven und Details in der Natur wahr: Dieses Spiel macht ihr zu zweit draußen im Wald, Garten oder Park. Wenn ihr zu mehreren seid, findet euch zu Paaren zusammen.
Stellt euch vor, einer von euch ist die Fotografin/der Fotograf und der andere die Kamera. Vereinbart, wer von euch zuerst in welche Rolle schlüpft. Nach einer Spielrunde tauscht ihr die Rollen.

Der Spielverlauf

Wenn du die Kamera bist, schließe nun die Augen. Wenn du fotografierst, führst du deine menschliche Kamera achtsam durch die Umgebung. Hast du ein schönes oder spannendes Motiv entdeckt, richte deinen Kameramenschen darauf aus und drücke den Auslöser (ein vereinbartes Zeichen, z. B. Druck auf die rechte Schulter). Als Kamera öffnest du jetzt kurz, für 1-2 Sekunden, die Augen und nimmst die vor dir liegende Szene auf.

Als Fotografierende/r suchst du nacheinander etwa 5-10 Motive aus (das vereinbart ihr zu Beginn). Achte drauf, dass sowohl Nahaufnahmen als auch Panoramabilder dabei sind. Danach tauscht ihr euch aus und berichtet euch gegenseitig von euren Erfahrungen: Welche Bilder hat die Kamera aufgenommen? An was erinnert sie sich besonders? Was gab es für besondere Details? Wie ging es dir als Fotografierende/r? Sucht dabei gemeinsam die Originalmotive nochmal auf. Dann wechselt ihr die Rollen.

Unser Tipp: Versucht einmal, während des Spiels ganz still zu sein und nicht miteinander zu sprechen. Wie erlebst du das Spiel jetzt? Ist deine Wahrnehmungen intensiver?

Mehr Spielideen für Draussen

Inspiration für Spiele mit Kindern und Jugendlichen gibt es in der umfangreichen und gut sortierten Spielebörse der BUNDjugend Bayern.
> Die BUNDjugend Bayern Spielebörse


Kinderzeltlager vom 3.-7. August 2026

Komm mit uns auf Spurensuche im Wald. Tiere, Insekten, Pflanzen und Pilze – nicht alles ist so offensichtlich wie die großen Bäume. Gemeinsam werden wir viele Spiele spielen, im Dunkeln durch das Dickicht pirschen, schnitzen, basteln und vieles mehr!
Es erwarten dich tolle Naturerlebnisse, kreative Workshops, Lagerfeuerstimmung sowie kleine und große Abenteuer.
Das alles in einem inklusiven Rahmen und mit leckerem veganen Bioessen im Pfadfinderpark Kastl.

Eine Anmeldung ist noch bis zum 20.07.2026 möglich. Mehr erfahren


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