Kinder, was machen wir heut? Ein Spaziergang klingt großartig ... für die Eltern. Die Kinder würden aber vielleicht lieber auf den Spielplatz gehen. Wir haben ein paar Spielideen zusammengetragen, wie das vielleicht doch was werden könnte für alle in der Familie: Gemeinsam Draussen bewegen und Freude an der Natur mit heim bringen.
#1 Ein Buch für Naturforscherinnen und NaturforscherMehr erfahren
#2 Basteln mit Fundstücken aus der NaturMehr erfahren
Unser Familienblog ist ein Work in Progress. Wir werden Stück für Stück mehr Tipps und Ideen veröffentlichen. Schickt uns gern eure Ideen, Erfahrungen und Fotos an familien@bund-naturschutz.de.
#1 Naturtagebuch - Ein Buch für Naturforscher*innen
Wie könnt ihr all eure Erfahrungen und Wissensschätze aufbewahren? Und: Es werden ja immer mehr! Legt euch gemeinsam ein Naturtagebuch an.
Tragt gleich eure Beobachtungen ein: Was habt ihr heute gemacht und was dabei entdeckt? Was gehört, was gesehen? Sortiert eure schönsten Blätter und Samen ein. Nutzt für den Anfang unsere Bestimmungshilfe für Laubbäume. Klebt ein ausgedrucktes Foto vom Familienausflug dazu, Fotos von euren Bastelarbeiten, z. B. von eurem Windspiel.
Wie ein Familienalbum füllt sich euer Naturtagebuch nach jedem Ausflug immer weiter. Ihr könnt euch auch eine Forscher*innen-Kiste zulegen – mit Werkzeugen, Fächern und Aufbewahrungsmöglichkeiten. Wenn ihr es gern strukturierter habt, nehmt z. B. wie hier im Bild einen alten Aktenordner: vielleicht mit Registerkarten für die Jahreszeiten, Monate oder unterschiedliche Themen (Tiere, Pflanzen, Landschaften …). Die eine oder andere Idee oder Vorlagen für euch gibt es immer wieder hier auf unserem Blog. Wir sind natürlich gespannt, was euch einfällt. Schickt gern eure Fotos an familien@bund-naturschutz.de.
Im Frühling singen alle Vögel. Teilweise fangen sie schon vor Sonnenaufgang damit an, wie der Gartenrotschwanz oder das Rotkehlchen. Sie machen Musik, um einen Partner zu finden und um ihre Reviere abzugrenzen. Doch auch im Winter könnt ihr Vögel rufen hören. So nehmen die Tiere untereinander Kontakt auf oder warnen sich gegenseitig vor Gefahren. An hellen Tagen und in milden Wintern machen sie sich eher bemerkbar als in düsteren Stunden oder bei großer Kälte. Einige Vögel singen aber auch im Winter fast so wie im Frühling. Welche das sind? Und warum sie das machen? Wir stellen sie euch einige vor.
Das Wintergoldhähnchen ist der kleinste Vogel Europas. Es wiegt gerade mal so viel wie ein Stück Würfelzucker (ca. fünf Gramm). Seinen hohen feinen Gesang hört man auch im Winter. So hält es Kontakt zu seinen Artgenossen und verteidigt sein Revier. Auch mit der Paarung beginnt es schon früh, im März/April. Am liebsten fliegt das Wintergoldhähnchen ganz oben in Nadelbaum-Wipfeln flink von Ast zu Ast. Dort ernährt es sich von winzigen Insekten, Spinnen und Raupen. Auf dem Kopf trägt es einen schwarz umrandeten leuchtend gelben bis orangenen Streifen, der aussieht wie eine Krone.
Rotkehlchen verteidigen das ganze Jahr über ihr Territorium, auch im Winter: mit ihrem flötend weichen, melodischen Gesang. Denn fürs Singen brauchen sie weniger Energie, als fürs Fliegen oder gar einen Revierkampf. Und Energie ist im Winter überlebenswichtig. In milden Wintern beginnen die Rotkehlchen teilweise schon ab Ende Januar mit Balzgesängen, Anfang März starten sie mit der Brut. Rotkehlchen hört ihr am besten früh morgens und abends in der Dämmerung. Sie sitzen gerne auf niedrigen Ästen, Büschen oder Zäunen.
Auch Kohlmeisen hört ihr im Winter zwitschern. Die Kohlmeise klingt wie eine kleine Pfeife, gleichmäßig und rhythmisch. Sie hat gefühlt 100 verschiedene Lautäußerungen parat. Reviergesang, Kontaktrufe, Warnrufe, Flugrufe und dazu noch nachgemachte Laute anderer Vögel. Selbst erfahrene Vogelstimmenkenner*innen werden von ihr hinters Licht geführt. Vielleicht ist die Gesangsvielfalt der Meise auch ein Indiz für ihre Intelligenz, die bei den Kohlmeisen recht gut untersucht ist, seit die Vögel in den 1920er Jahren in England lernten die Aludeckel der Milchflaschen zu öffnen, die damals noch morgens mit der Zeitung vor die Haustüre gestellt wurden. Irgendwann fand eine der Kohlmeisen heraus, dass man durch das Aufpicken des Alus an die hervorragende oberste Schicht aus frischer Sahne gelangt. Innerhalb von wenigen Jahren breitete sich dieses Verhalten in ganz England aus, weil einfach eine Meise von der anderen lernte.
Man hört ihn eher, als man ihn sieht. Der Zaunkönig hat er eine unglaublich kräftige, hell und klar trillernde Stimme! Dabei ist das mit seinem braunen Gefieder gut getarnte Vöglein einer der kleinsten europäischen Vögel: Der kleine Federball hat etwa die Größe einer Walnuss. Typisch ist sein kurzer Schwanz, der fast immer nach oben zeigt, wie ein kleines Fähnchen. Er wohnt in Bodennähe – in Hecken, Sträuchern, Holz- und Reisighaufen, Brennnesselfeldern. Bachufer, Waldränder und Gärten hat er gerne. Am häufigsten hört ihr seine Stimme an sonnigen Vormittagen.
„Räätsch! Rätsch! Rätsch!“ Laut, heiser, krächzend durchdringt der Ruf des Eichelhähers die Waldluft, im Sommer wie im Winter. Er ist der Wächter des Waldes: Der Krähenvogel warnt seine Artgenossen und alle anderen Tiere vor Raubtieren (Greifvögel, Füchse) und vor Menschen. Oft nehmen andere Häher das Rufen auf und geben die Warnung weiter. Mit ihren rauen Krächzern halten die Tiere zudem untereinander Kontakt. Ab dem Spätwinter und im Frühjahr dient das ratternde Rufen auch zum Markieren der Reviere. Es klingt dann ein klein wenig anders: variabler und rhythmischer. Immer wieder imitieren die schlauen Tiere dabei Stimmen anderer Vögel und flechten sie in ihr Tönen mit ein, um Rivalen und Feinde zu täuschen oder zu vertreiben.
Trommeln, Klopfen, Schimpfen, Keckern, Lachgeräusche! – Das ist die Lautmalerei von Spechtvögeln wie dem Buntspecht. Denn Spechte kommunizieren mit Tönen untereinander. So markieren sie ihr Revier, suchen Partner und ersetzen sie den Gesang anderer Arten. Im Winter könnt ihr die kurzen, scharfen Kontakt¬rufe hören: „Kik!“, „Krräk!“, „Kjäh!“. Oder das unregelmäßige, gedämpfte Klopfen in den Bäumen bei der Nahrungssuche. Ab Februar wird das Klopfen häufiger: etwa eine Sekunde lange Trommelwirbel, schnell und trocken. Das Revierabstecken beginnt.
Beobachtungs-Tipps:
Geht gemeinsam in den Garten, den Park oder den Wald.
Zeichnet oder notiert im Buch für Naturforscherinnen und -forscher: Größe, Federkleid, Farben, Verhalten, Gesang.
Unser Tipp: Nehmt ein Fernglas mit!
#6 Bestimmungshilfen für heimische Laubbäume
Bestimmungshilfen für Ahorn, Buche, Eiche, Linde und Kastanie[Download I PDF]
Ihr wollt gerne Bäume erforschen?
Mit der App „Mein Baum“ begleitet ihr die Bäume vor Eurer Haustür durch die Jahreszeiten. Ihr helft Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern etwas über unsere Bäume in Dörfern und Städten zu lernen. Ihr selbst werdet sie mit anderen Augen sehen. Versprochen!